Ausbildung zum Feinwerkmechaniker

Feinwerkmechaniker ist in Deutschland ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung (HwO). Die Ausbildung dauert in der Regel 3 1/2 Jahre und wird in den meisten Fällen tarifvertraglich vergütet.

Was man in der Feinwerkmechaniker Ausbildung lernt und verdient

Der Feinwerkmechaniker zählt zu den technisch-handwerklichen Berufen. In der Ausbildung liegen die Schwerpunkte bei:

  • Maschinenbau
  • Feinmechanik
  • Werkzeugbau
  • Zerspanungstechnik

Du lernst dabei, wie man einerseits Werkstücke und Bauteile herstellt, andererseits wie man Geräte, Maschinen, Anlagen und Systeme baut, wartet und instand setzt. Dabei wirst Du sowohl maschinelle, als auch manuelle Verfahren zur Fertigung all dieser Produkte beigebracht bekommen. Daneben wird jedoch auch Wert auf das Erlernen kundenortientierter, betrieblicher und technischer Kommunikation, das Nachvollziehen von Organisations- und Arbeitsabläufen sowie dem richtigen Umgang mit Umweltschutz und Sicherheitsvorkehrungen gelegt.Für die Ausbildung sind sowohl sorgfältiges und präzises Arbeiten, als auch ein mathematisch-physikalisches Grundverständnis wichtig.

Während der Ausbildung erhältst du folgende Vergütung:

  • Im 1. Jahr: 353 bis 514 Euro
  • Im 2. Jahr: 421 bis 559 Euro
  • Im 3. Jahr: 471 bis 628 Euro
  • Im 4. Jahr: 522 bis 683 Euro

Die Vergütung ist regional bedingt. Generell gilt, dass Du in den westlichen Bundesländern mehr verdienst als in den östlichen.

Prüfungen während der Ausbildung

In der Feinwerkmechaniker Ausbildung gibt es zwei Gesellenprüfungen. Die erste findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt, und es wird geprüft, ob du die technischen Grundlagen im Sinne eines Arbeitsauftrages verstanden und ausführen kannst.

In der zweiten Gesellenprüfung zum Abschluss der Ausbildung werden die Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen Kundenauftrag, Fertigungstechnik, Funktionsanalyse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde überprüft.
Beide Gesellenprüfungen bestehen aus mündlichen sowie praktischen Teilen, bei der zweiten Prüfung kommt noch ein schriftlicher Teil hinzu.

Was kommt nach der Ausbildung?

Als Feinwerkmechaniker kannst Du eine Anstellung bei Betrieben finden, die optische oder feinmechanische Produkte herstellen. Weiterhin ist eine Beschäftigung bei Produzenten von Mess- und Kontrollinstrumenten möglich. Du kannst auch im Werkzeug- oder Maschinenbau, sowie bei Reparaturdiensten eingesetzt werden.
Eine Weiterbildung ist aufgrund technischer Neuerungen permanent erforderlich, um beruflich immer auf dem neuesten Stand zu sein.

Später kannst Du dann eine Prüfung zum Feinwerkmechanikermeister ablegen. Eine erfolgreiche Meisterprüfung ist Voraussetzung, um einen eigenen Betrieb gründen zu können.