Ausbildung bei der Bundeswehr

Eine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker kann man nicht nur in normalen Betrieben machen, auch die Bundeswehr bietet diesen Berufsweg an. Die Bundeswehr wählt ihre Auszubildenden natürlich erst einmal auch nach einer Bewerbung aus. Nach dieser Auswahl muss man jedoch erst einmal noch bei einem Auswahlverfahren teilnehmen und dieses so gut wie möglich abschließen. Die Bundeswehr legt wert darauf, dass ihre Auszubildenden, Studenten und Soldaten besonders gut sind.

Damit ihr zu erst einmal zu dem Auswahlverfahren der Bundeswehr eingeladen werdet, sollte eure Bewerbung unbedingt folgende Dinge beinhalten:

Feinwerkmechaniker – Bewerbung Bundeswehr:

  • Ein formloses Bewerbungsschreiben
  • Einen tabellarischen Lebenslauf
  • Eine Kopie des letzten Schulzeugnisses
  • Falls noch nicht Volljährig eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten
  • Falls vorhanden: Kopien von Praktikumszeugnissen oder Zeugniskopien anderer Tätigkeiten seit dem Schulabschluss.
  • Bei einer Schwerbehinderung außerdem eine Kopie des Schwerbehindertenausweises oder des Bescheides über die Gleichstellung

Wann solltest du dich bewerben?

Wie auch bei anderen Ausbildungsbetrieben solltest du dich ca. 1 Jahr vorher bewerben. Für die Ausbildungsplätze 2015 war der Bewerbungsschluss der 31. Oktober 2014. Es gibt jedoch oft noch übrig gebliebene Plätze oder es springen doch noch Bewerber ab. Ein Anruf bei der zuständigen Dienststelle schadet also nie. Die Ausbildung zum Feinwerkmechaniker findet in nur zwei Bundesländern statt, wo auch die zuständigen Dienststellen sitzen.

  • Rheinland-Pfalz in Cochem
  • Saarland in Sankt Wendel

Falls deine Bewerbung gefallen hat, wirst du als nächstes zu einem Auswahlverfahren, ähnlich wie ein Einstellungstest, eingeladen. Das Auswahlverfahren der Bundeswehr setzt sich jedoch aus einem schriftlichen, praktischen und mündlichen Teil zusammen. Im schriftlichen Teil werden bestimmte Wissensbereiche abgefragt, die wie folgt lauten:

Der schriftliche Teil:

  • Rechtschreibung
  • Mathematik, Physik, Logik
  • Fragen aus dem Wirtschafts- und Sou
  • Fragen zum technischen Verstädnis
  • Konzentrationstest

Wenn du zu dem Auswahlverfahren eingeladen wirst, solltest du dich also gut vorbereiten. Der praktische Teil kann entweder eine Arbeitsprobe sein oder ein kurzes Praktikum bei der Ausbildungsstelle. Hier wollen die Prüfer sehen, ob du dein technisches Verständnis auch in die Praxis umsetzen kannst. Erst wenn auch dieser Teil bestanden wurde, findet der mündliche Teil statt, der eigentlich ein Vorstellungsgespräch ist. Das Gespräch dient dazu herauszufinden, warum die Bundeswehr dein Interesse geweckt hat und dich kennenzulernen. Schließlich sollen die Bewerber auch menschlich dazu passen.

Wenn das mit Erfolg geschafft ist, geht es in die Ausbildung.

Feinwerkmechaniker – Der Ausbildungsablauf bei der Bundeswehr

Die Ausbildung dauert 3 1/2 Jahre und endet mit der Abschlussprüfung. Wie auch bei anderen Ausbildungen setzt sich die Ausbildung zum Feinwerkmechaniker bei der Bundeswehr aus Berufsschule und in diesem Fall der Dienststelle zusammen. Die Bundeswehr hat dabei allerdings keine eigene Berufsschule, sondern die Auszubildenden gehen gemeinsam mit den Zivil-Azubis in die Berufsschule.

Zusätzlich lernen sie aber auch wie die Bundeswehr organisiert ist und werden im Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften geschult. Außerdem lernen sie noch wie die Umweltschutzmaßnahmen umgesetzt werden.

Natürlich gibt es auch beim Bund einen Verdienst, der sich jeweils im nächsten Ausbildungsjahr steigert.

Der Verdienst während der Ausbildung

  • 1. Ausbildungsjahr: 833,26 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 883,20
  • 3. Ausbildungsjahr: 929,02
  • 4. Ausbildungsjahr: 992,59

Im vierten Ausbildungsjahr findet dann die Abschlussprüfung statt. Diese entscheidet maßgeblich, wie es in der beruflichen Karriere weitergeht.